Wenn es beim Wandern zwickt

In den letzten Monaten war ich viel auf mehrtägigen Wanderungen unterwegs. Abends kommt der Körper zur Ruhe und meldet sich dann auch mal mit Schmerzen in den Muskeln. Meine Schwachstellen sind Nacken und unterer Rücken, als Resultat von z.B. Zugluft auf verschwitzen Schultern. Eine gute vorbeugende Hilfe für den Nacken sind für mich Halstücher und wenn es denn geschehen ist die gute alte Pferdesalbe.

Es ist nicht zu leugnen, seit einigen Jahren entwickelt sich mein Körper in einigen Bereich zu einer Art Mimosenverhalten. So erträgt meine Schulter/ Nackenpartie keine Zugluft mehr. Sehr schnell kühlt meine Haut in diesem Bereich aus und das selbst bei Temperaturen über 30°

Schmerzen in den Muskeln – Was tun

Wie oben schon geschrieben, möglichst kalte Einflüsse auf verschwitzter Haut vermeiden. Mein Schutz in Form eines Halstuches funktioniert meistens sehr gut, reicht aber eben nur unzulänglich, wenn ich T-Shirts trage. Die sind so dünn, dass der Wind geradezu eingeladen wird die Haut zu kühlen. Beste Erfahrung habe ich mit hochwertigen Merionoprodukten gemacht. Die sind aber neben hochwertig auch teuer, so viele habe ich davon leider nicht. Also bleibt oft genug nur die Chance auf Wärmezuführung in Form von Salben.

Mein Allrounder ist die Pferdesalbe. Egal welche Muskelpartie oder Körperteil, das Zeug bringt Wärme in die Haut und reicht gefühlt bis in die Muskeln. Einziger Nachteil, habe ich das einmal an den Händen, hilft nur noch gründliches Händewaschen. Die Bestandteile lassen nämlich Schleimhäute empfindlich reagieren. Wer schon einmal mit den gesalbten Fingern in den Augen rieb, der weiß was Feuer ist.

Das Zeug brennt höllisch auf Schleimhäuten wenn Salbenreste nicht akribisch abgewaschen werden. Selbst in der wasserreichen Eifel habe ich nicht permanent Zugang zu Gewässern gehabt, in denen ein anständiges Händewaschen möglich gewesen wäre. Ich bin auch nicht sicher, ob diese Produkte nicht negative Auswirkung auf Bäche und Flüsse haben. Also habe ich mich grundsätzlich auf das Einreiben morgens und abends im Hotel beschränkt.

Kleine Information am Rande:

Ich benutze bei extremer Belastung gerne das Pferdebalsam extra scharf. Das Zeug wärmt wirklich fantastisch und wirkt unglaublich gut. Im Hochsommer, und bei Temperaturen um die 30°, habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese Salbe auf die Reibung des Rucksacks noch einmal extremer reagiert. Das geht hin bis zum unangenehmen Empfinden. Insofern bevorzuge ich gerade an warmen Tagen eine etwas mildere Form.

Schmerzen in den Muskeln – Optimal für unterwegsRelief schmerzlindernd

Ihr kennt meine Vorliebe für die schönen bunten und Blasen vorbeugenden Wrightsock (doppellagige Socken)? Bei meiner letzten Bestellung habe ich beim Surfen auf deren Seiten Body Glide Relief entdeckt. Sollte das wirklich ein adäquates Mittel sein, dass die beiden Vorteile „Hilfreich und Anwenderfreundlichkeit“ vereint? Einen Versuch ist es wert, dachte ich, und bitte darum die Sockenlieferung um das schmerzlindernde Mittel „Relief“ zu ergänzen.

Die Inhaltsstoffe:

Propylenglykol (bindet Wasser geruchlos), Kampfer, Menthol, Natriumstearat (Auch in Kernseife enthalten), Duftstoff, Caprylic / Capric Triglycerid, Pheoxyethanol

Verzeiht mir wenn ich nicht alle Bestandteile kenne.  Kampfer und Menthol sind es, die dem Muskel das zuführend, was den Schmerz lindern soll.

Anwendung bei Schmerzen in den Muskeln

Anwendung von Body Glide Relief im Nacken (Alle Fotos von Elke Bitzer)

Das Mittel kommt als Stick daher. Somit entfällt die Schmiererei an den Händen. Außerdem lässt sich der Relief- Stick hervorragend platzieren, ich komme damit auch an weniger gut erreichbare Stellen.

Für meinen Teil kann ich nur sagen: Ich mag den Stick und die Inhaltsstoffe sind wirksam, aber nicht zu scharf. So empfinde ich das Mittel auch bei höheren Temperaturen als angenehm. Der leichte Zitrusduft ist ebenfalls im Sommer sehr angenehm. Zudem sollen ja angeblich Mücken Citrus meiden, ob sie mir deshalb vom Leib geblieben sind?

Was mir besonders behagt ist die Dosierung, die nie über das gewünschte Maß hinaus geht. Den Stift setze ich an, reibe die schmerzende Stelle ein und setze ihn wieder ab. Es entsteht kein Überschuss. Den Relief Stick hatte ich mit in Bayern und er hat mir dort gute Dienste geleistet. Ein sehr gutes Gefühl ist auch die Aufbewahrung. Tuben können zerquetscht werden, dieser Stick nicht.

Eine Bereicherung aus meiner Sicht. Er heilt nicht, aber das Mittel hilft gegen Schmerzen in den Muskeln.  Ein kleiner Abschlusssatz, die Fotos waren wirklich eine Herausforderung!

Elke Bitzer